Experiences

7. Allgäu-Orient Rallye | 28. April – 16. Mai 2012
Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt, die Old- und Youngtimer-Rallye vom Allgäu in den Orient.

UNSER TEAM – Das CaBaNauTen Racing-TeamTagebuch

27. April 2012, Freitag – Abfahrt in Frankfurt
Ankunft von Markus in Frankfurt an meinem Büro um 17.00 h

Neue Reifen abgeholt bei unserem super-netten Sponsor Reifen Diehl, Frankfurt.

zurück im Büro 18.00 h – 2 Std. umpacken und neu laden.

Abfahrt Richtung Stuttgart 20.00 h

Ankunft Stuttgart gegen 23.30 h

Gleiches Procedere – umpacken und neu dazu laden

Abfahrt Richtung Oberstaufen ca. 01.00 h, (9 Std. vor unserem Start).

Nach einigem Umherirren in der Nacht (Morgens in Oberstaufen), hatten wir gegen 04.30 h endlich den Parkplatz für die Rallyefahrzeuge gefunden!

Kurzes „Nickerchen“ im Auto bevor wir gegen ca. 06.50 h von den ersten Rallyeteilnehmern unsanft geweckt wurden.
(Lautes Reden und Lärm)

28. April, Samstag START (km-Stand: 131.088)
07.30 h Weißwurstfrühstück mit Brezeln und Kaffee.

08.15 h Einschreiben / Registrieren und Erhalt der Rallyeunterlagen.
Befestigen der Schilder und Aufkleber an unseren drei Fahrzeugen.

09.00 h Offizielle Begrüßung und Start der 7. Allgäu-Orient Rallye durch das Orga-Team, Oberbürgemeister, sowie dem Honrarkonsul von Aserbaidschan, gefolgt von dem Segen der evangelisch/lutherischen Pfarrer und eines Iman aus Jordanien.

10.00 h Start des CaBaNauTen Racing Teams.

Erste Aufgabe: Das Finden des Roadbooks! Versteckt ist es in einem Adlerhorst in den Höhen des Klettergartens der Alpsee-Bergwelt. Fahrt mit dem Sessellift und Dennis (Pflegefall) wurde ausgelost das Roadbook zu ergattern!

Der Rest von uns hat die Zeit für eine Erfrischung genutzt. Nach kurzer Erstbesprechung ging es zu unseren weiteren Aufgaben.

Abfahrt mit der Sommerrodelbahn und auf zur Brauerei um unser 6Pack Bier für die Rallye Aufgabe No. 1 abzuholen.

Inzwischen ist es früher Nachmittag und wir machen uns nun endgültig auf den Weg!

17.45 h Grenzübertritt Österreich.

18.20 h Erste Zusatzaufgabe: Aufkleber der Firma Konz auf Springbrunnen in Fieberbrunn.
Komplette Durchquerung von Österreich bis 01.00 h.

Ankunft in Slovenia
Zusatzaufgabe: Aufkleber am Grenzschild

Tages-KM 629 km


29. April, Sonntag | Sladki Vrh / Slovenia – Kroatien
10.00 h Abfahrt via Maribor und dann immer grob Richtung Zagrb / Kroatien.

Erster kleiner Schreck bei unserem Stop vor Makole, austretendes Benzin beim Polo unsere Teams. Scheint ab er nur der Überlauf gewesen zu sein. Kleine Irrfahrt rund um kroatische Grenze bei Kostanjevica nach Krki, kostet uns ca. 2 Stunden. Das fehlende Kartenmaterial macht sich schon jetzt immer wieder sehr negativ bemerkbar!

16.00 h Grenzübergang Kroatien, dann weiter Richtung Samohor, nicht ohne an der Grenze doch kontrolliert zu werden. 2 Flaschen Bier stimmt die Grenzbeamten positiv und wünschen uns „Gute Fahrt! Wir sollen uns nicht umbringen lassen“!

Durch die kleine Verzögerung und unsere Irrfahrt sind wir im „Eil-Tempo“ durch den Nationalpark „Plitvickajez“ gefahren. Inzwischen ist es 19.30 h und bald Zeit vor Einbruch der Dunkelheit eine Campmöglichkeit zu suchen.

Tages-KM 404 km


30. April, Montag | Kroatien
06.00 h Aufgestanden und einen schnellen Neskaffee

07.00 h Aufbruch Richtung Split – Ankunft ca. 11.00 h

12.00 h Weiterfahrt Richtung Dubrovnik, entlang der Küstenstraße

14.45 h Grenzübergang – Bosnien

15.15 h Grenzübergang Kroatien

16.00 h Ankunft Dubrovnik

Express Altstadt-Tour, schnelles Bier und Espresso gezischt und dann weiter – unterwegs jede Menge andere Rallye-Teams getroffen.

18.00 h Grenze zu Montenegro und Bierchen mit Team 80 aus Schaffhausen. Jetzt immer lange Wartezeiten an den Grenzen, heute aber nette Zöllner (bis jetzt)!
Zum 1. Mai mussten wir natürlich noch einen Maibaum organisieren. Maike und Erich haben einen Feigenbaum etwas gestutzt! – So hatten wir zumindest schon mal vorgesorgt, ohne zu wissen was noch kommt oder wie und wann wir diesen Maibaum zum Einsatz bringen werden.

Verdammt lange Fahrt durch die Nacht und nachdem wir nun auch Shorty und Kirsche “verloren” hatten, wurden wir noch von der Polizei gestoppt, Dennis war nicht angeschnallt!
Wieder ein sehr langer Tag, nachdem wir unseren Weg zur Albanischen Grenze gefunden hatten blieben Shorty und Kirsche weiterhin verschollen. Einige Zeit später kam ein Anruf, dass sie im Graben liegen geblieben sind. Erik und Dennis sind deshalb nochmal zurück um die beiden abzuschleppen. Ca. 30 – 40 Min. Später kamen auch alle zusammen wieder auf der Albanischen Seite der Grenze an, wo ich mit Maike gewartet hatte.

Dann also auf… Nun ging es über doch recht abenteuerliche Pisten weiter durch das nächtliche Albanien. Gegen ca. 02.00 h morgens hatten wir zwar die Stadt gefunden, nun suchten wir das Kloster bzw. Kinderheim.

Ankunft nach X-Stunden Irrfahrt ca. um 05.50 h.

Tages-KM 730 km
Durch ca. 3 Std. Irrfahrt entstanden! Extra-km durch stundenlanges Kreisen, mal wieder durch fehlendes Kartenmaterial!!!

P.S.: Kleiner Nachtrag zur Ankunft in Albanien: Extrem merkwüwrdige Stadt.
Straßenfeger nachts um 02.00 h wirken wie Zombies – unglauglich!


1. Mai, Dienstag | Albanien
06.00 h Abfahrt nach kurzer Rast. – Entladen der Geschenke im Kinderheim und Kaffeetriken, nicht ohne dem Mercedes-Team einen 1. Mai-Streich gespielt zu haben. – Dennis und Erich haben an einem Fahrzeug ein Vorderrad abmontiert, aber netterweise dort auch liegen gelassen ;-)!

07.00 h Start nach Macedonien – hammerharte Strecke und wunderschön – aber nicht ungefährlich. Selten so viele Gedenktafeln mit Blumen an einer Straße gesehen.
Zwischendurch haben wir einige Male angehalten und unsere Plüschtiere (Giraffen) an spielende Kinder verteilt… Kam immer gut an und am Liebsten hätten die Familien gleich unsere Autos komplett ausgeladen!

12.50 h Grenzübertritt nach Macedonien. Gegen 14.00 h konnten wir nach der durchgefahrenen Nacht nicht widerstehen, ein kurzes Erfrischungsbad in einem der vielen Bergbäche zu nehmen, bevor unsere Tour durch Macedonien weiterging.
2 Autofahrer, 1 Taxi und 1 Privat PkW sind uns vorausgefahren um uns den Weg zu weisen.

20.00 h Kurz davor erreichen wir auch Bulgarien. Direkt hinter der Grenze kleine Pause mit BBQ.

21.30 h ging es weiter um noch ein paar km zu fressen. Durchgehalten haben wir alle gerade so bis 04.00 h. Eine weitere Stunde wird uns durch die Zeitzone geklaut.

Bis Mitternacht Tages KM 605 km
nach Mitternacht 154 km


2. Mai, Mittwoch | Bulgarien – Türkei
06.15 h Abfahrt im Nirgendwo in Bulgarien. Endlich sehen wir den Rest von Bulgarien mal für einige Stunden bei Tageslicht, während dem Sonnenaufgang bis zum Grenzübertritt in die Türkei.
09.15 h Grenze Bulgarien – Türkei.

Von dort aus ging es superschnell voran, wenn man sich nicht an die Geschwindigkeitsvorschriften gehalten hat.
Allerdings dann noch 1,5 bis 2 Std. Istanbuler Stadtverkehr!
Quartier hatten wir dann auf der Alten Galata-Brücke, mitten im Fahrerlager und neben uns direkt der „Abgrund“ zum Wasser. Nachdem wir etwas Ordnung in unseren Pkws geschafft hatten ging es kurz zum „Füße vertreten“ und dann zum Essen! Zum Abschluss des Abends haben wir endlich mal wieder das Internet genutzt im gegenüberliegenden Internet-Cafe. Das war recht praktisch, leider müssen wir am nächsten Tag schon wieder an anderer Stelle von Istanbul Quartier beziehen.

Unser Fahrerlager an der Alten Galata Brücke – Mitten in Istanbul

Heftiger Wind lässt das Zelt mächtig flattern, obwohl wir es schon mit Rädern, Koffern und Kühlbox beschwert hatten.

Tages-KM 453 km


3. Mai, Donnerstag | Istanbul
07.30 h Das Fahrerlager erwacht langsam und der starke Wind von gestern Abend ist weg. In der Sonne ist es schon sehr angenehm warm. Entspannter Morgen auf der alten Galato-Brücke. Nach dem Frühstück haben wir dann mit unsere Rallye-Aufgabe, eine Arche zu bauen, begonnen. Danach Aufbruch aller Fahrzeuge in Richtung Blauer Moschee.
Abgabe unserer Kunstsaufgabe (Abgabe alter Bau-/Werkzeugteile aus Deutschland). Im Anschluss Freizeit, Besuch des großen Bazars.

Abends gemütliches Biertrinken im Fahrerlager. Abendessen und Ausklang im Fahrerlager mit dem Team Eifel.


4. Mai, Freitag | Istanbul – Kocaeli
Freizeit im Fahrerlager an der Blauen Moschee.

Teambestrafung:

15.00 h Eröffnung des Denkmals und Konzert mit Musikinstrumenten für Musikschulen.

16.45 h Le Mans Start zur Fähre und nach „Kocaeli“.
Super Start und dann auf dem schnellsten Weg zur Fähre, vorbei an dem Schweizer Team aus St. Gallen, die uns kurz zuvor in den Gassen noch mit ihren Geländewagen
abgedrängt hatten.

Ticket zur Fähre gelöst, welches gleichzeitig den Zeitstempel für die Zeitmessung aufgedruckt hat. – Dennis hat unser Fährticket in den Lüftungsschlitz gesteckt und nicht wieder herausbekommen. Also neues Ticket lösen! 🙂

Nach der Fähre ging es im asiatischen Teil von Istanbul auf der Schnellstraße weiter nach Kocaeli. Wir haben einige schöne Rennen auf der Strecke geliefert und sogar
während der Fahrt einen Reisebus mit einem Aufkleber beklebt.

Ankunft Kocaeli und Aufbau des Fahrerlagers. Gemütliches Abendessen und Party mit den anderen Teams – wurde spät!!!

Tages-KM 97 km


5. Mai, Samstag | Kocaeli – Hattusa-Yazilikaga
08.00 h ca. Aufbruch im Konvoi und mit Polizeieskorte zur nächsten Etappe und vorab zur Rennstrecke.
Rennaufstellung und eine Sprintrunde über den Parcours. Im Anschluss recht lange Etappe – 500 km – zu unserem nächsten Etappenziel.

Große Teile recht unspektakulär. Leider wurde das Wetter immer schlechter. Dauer-Nieselregen und dreckige Straßen machten die Fahrbedingungen jedoch immer schlechter.
Einen Wagen aus einem der BMW-Teams hat es auf dieser Strecke erwischt und hat sich überschlagen. Glücklicherweise ist weder den Insassen noch dem Fahrzeug etwas Größeres passiert und es konnte auch für die Jungs weitergehen.

Ankunft am verregneten und kalten Etappenziel. Herzlicher Empfang mit Blumen und sehr freundlichem Empfangskommittee,

Da unsere Wiese für das Fahrerlager völlig matschig war, haben sich die meistenTeams für eine Hotelübernachtung entschieden. Die Nacht im Hotel war der pure Luxus nach einer Woche kampieren im Auto und Zelt.

Btw: Sehr interessante Preisgestaltung beim Bier im Hotel-Restaurant. Die Kellner nehmen zwischen ca. 7 und 8 Türkische Lira für ein Dosenbier.

Tages-KM 550 km


6. Mai, Sonntag | Hattusa – Yazilikaya – Samsun
07.30 h Geplante Abfahrt vom Hotel zum Fahrerlager und Start.
Leider war unser Team erst um 08.10 h abfahrtbereit. So war unser Startplatz zur „Chinesen Rallye“ erst ungefähr am Ende des 1. Drittels des Starterfeldes.

Wetter immer noch unverändert schlecht und so war auch unsere Team-Kommunikation (wie immer), da das Road Book nicht aus den Händen gegeben wurde, und nur ein Teil unseres Teams informiert wurde. Auch hier hat sich noch nichts gebessert.

Die Strecke war wirklich „rallye-like“ anspsruchsvoll. Sehr kurvenreich, dreckig, schlammig und einige Fahrzeuge sind immer wieder steckengeblieben.

Nach ca. 50% der gefahrenen Rallyestrecke wurden die Teams plötzlich auf die Landstraße geleitet, so waren wir dann viel zu früh an unserem Zwischenziel in Corum.
Wieder wurden wir toll am Museum empfangen und es gab einige Verkaufsstände für Essen und Souvenirs.

13.00 h ca. entschlossen wir uns zur Weiterfahrt zu unserem Etappenziel Samsun, am Schwarzen Meer.

Auf einem großen Strandparkplatz hat uns eine große Menschenmenge Interessierter umringt und von uns und unseren Wagen Fotos gemacht. Abends gab es dort noch einen Auftritt des Sportministers, dem wir auch unsere Sportabzeichen und Wimpel überreicht haben…
Im Anschluss ging die Party los – Musik kam vom DJ-Pult auf einem der Mercedes Show Cars (Aida Night of the Proms).
Überraschenderweise blieb die Nacht auch trocken, so haben wir wieder im Fahrerlager campiert, nicht ohne nachts noch einen Aufkleber am Knie einer großen Strandfigur anzubringen für unsere Road Book Aufgabe.

Tage-KM 285 km


7. Mai, Montag | Samsun – Trabzon
09.00 h ca. Abfahrt in Samsun Richtung Trabzon. Recht eintönige – fast langweilige Fahrt entlang der Küstenschnellstraße.

13.30 h Ankunft in Trabzon, dann allerdings „stundenlanges“ Suchen unseres Treffpunktes am Hafen. Verschiedene Teams gesehen und getroffen die ebenfalls umherirrten. Lunchbreak in Shopping Mall um wieder Kraft zu schöpfen. Auch das Orga-Team war in dem Fall (trotz einiger Hotline-Anrufe) nicht wirklich hilfreich und wussten wohl selbst nicht auf welchen Parkplatz wir Quartier beziehen sollten. Im Anschluss haben wir den Parkplatz und das Fahrerlager auch gefunden, allerdings hatte dies nichts mit unserer Beschreibung zu tun.

Nun ging es zu unserer nächsten Aufgabe… Dicke Fische fangen. Mit unseren zwei mitgebrachten Angeln und Haken hatten wir zunächst keinen Erfolg. Erst nachdem uns Einheimische mit besonderen Angelschnüren und Haken ausgestattet hatten, hat sich das Blatt gewendet und wir haben tatsächlich 20 kleine Fische gefangen.
Zurück im Fahrerlager kamen andere Teams auf die kreative Idee und haben einen Fisch mit 46 cm Länge aus Styropor geschnitzt. Also mussten wir uns auch etwas einfallen lassen.

Zunächst haben wir versucht, unsere Fische auf Holz oder Pappe aufzukleben. Dies ist gescheitert, also musste eine neue Idee her. Wir haben dann die 20 Fische auf einen Draht aufgefädelt (wie eine Perlenkette) und kamen so auf eine Gesamtlänge von 170 cm !!! Allerdings waren wir dann schon recht enttäuscht, als wir erfahren haben, dass ein anderes Team die gleiche Idee hatte und mit 56 Fischen eine Länge von über 3 Metern vorgelegt hat. Aber immerhin Platz 2 für unser Chaos Team!

In der Zwischenzeit wurde der Regen immer stärker und Wilfried vom Orga-Team kam vorbei und teilte uns mit, dass die geplante Party leider ausfällt. Wir haben dann noch kurz unseren Grill angeschmissen und ich habe mich über die Fische hergemacht. Kein Anderer hatte wirklich Lust, diese zu essen. Dann haben Kirsche, Saskia, Shorty und ich uns ein günstiges Hotel gesucht. Der erste Eindruck des Hotels hat mich eher an ein Stundenhotel erinnert, ansonsten waren die Zimmer bescheiden aber sauber.

Tages-KM 380 km | mit Sucherei am Ende 439 km


8. Mai, Dienstag | Trabzon – Kars
06.45 h Frühstück in unserem Hotel, welches mich doch überrascht hat. Sehr ordentliches und großes Frühstücksbuffett. Natürlich wurde wieder einmal nichts aus unserer geplanten frühen Abfahrt.

Es ging dann auch gleich richtig los mit dem Autofahren und rein in die Berge. Der erste Pass Richtung Bayburt war dann auch gleich rund 2.000 m hoch. Das Ganze über die kleinen Nebenstraßen, da unsere allwissende „Team-Chefin“ überhaupt kein gescheites Kartenmaterial hatte. Man hätte sich so einige Male viele Umwege ersparen können und wäre wohl auch auf besseren Strassen unterwegs, wie die meisten anderen Teams!
In Bayburt gab es einen viel zu frühen Lunch-Stop. Allerdings sehr gutes Essen und ich werde langsam zum Hühnchen (nach einer Woche Hühnchen-Gerichten). Mit rein vegetarischen Gerichten oder zumindest Fisch sieht es seit wir in der Türkei sind wirklich schlecht aus.

Für unsere Road Book-Aufgabe (Foto mit Ararat) müssen wir nun nach Ägri. Der nächste Pass ging dann auch schon über 2.400 m, dann weiter auf dem Hochplateau auf rd. 2.000 m Richtung Ägri.

Kurz nach Ägri kam auch der Ararat zum Vorschein und wir schossen das Pflichtfoto unseres Teams vom Ararat. Bei der Gelegenheit haben wir festgestellt, dass wir nur noch ca. 30 km von der iranischen Grenze entfernt sind. Also haben wir eine Spritztour bis zum ersten Grenzposten gemacht. Das war auch ein schönes Erlebnis!

Dann wurde es auch schon langsam dunkel. Die Fahrt nach Kars ging über Bergpässe auf gewohnt schlechten Straßen.
Ankunft in Kars gegen 22.00 h.

An den Dauernieselregen hatten wir uns schon gewöhnt. Unser Fahrerlager und Quartier in Kars haben wir schnell gefunden und Shorty und ich mussten uns mit anderen Rallye-Teilnehmern und Einheimischen bis 03.00 h morgens inter-kulturell austauschen, obwohl wir eigentlich totmüde waren und gleich schlafen wollten. Unser Zelt haben wir bei dem Sauwetter für die wenigen Stunden nicht mehr aufgestellt und so mal wieder im Auto geschlafen.

Extra-lange Tagesetappe ca. 850 km


9. Mai, Mittwoch | Kars – Georgien (Gori)
08.00 h Aufstehen und Fertigbauen unserer Arche.

10.00 h Offizieller Empfang (Info über Unfall mit 2 Verletzten).
Im Anschluss ging es im Konvoi durch die Stadt und zu dem Fluß Ararat. Dort wurden unsere Archen bewertet und zu Wasser gelassen. Unser Prachtstück ist leider direkt um 180 Grad gekippt und auf dem Kopf davon geschwommen. Im Anschluss sind nach und nach alle Teams Richtung Georgien aufgebrochen.

Durch tolle Berglandschaft und über Pässe ging es an die georgische Grenze. Kurz zuvor hat sich unser Team getrennt, da Maike, Erik und Dennis unbedingt in der Türkei noch etwas essen gehen wollten. Wir sind dann mit 50% unseres Rest-Teams bereits vorgefahren und haben in der langen Warteschlange an der Grenze ein schönes Picnic mit anderen Rallye-Teams gemacht. Nach ca. 1,5 bis 2 Stunden warten wurden wir dann auch an der Grenze abgefertigt und endlich in Georgien.

Beim Tankstopp (endlich günstige Benzinpreise – nach den Spitzenpreisen in der Türkei mit ca. 2,60 € für einen Liter Benzin) im ersten Dorf kamen viele Einheimische zusammengelaufen.
Eine Familie hat uns direkt mit Äpfeln beschenkt. Ich wurde dann direkt von einem Nachbarn zum Schnaps und Snack eingeladen, während die anderen unsere Fahrzeuge auftankten.
In einem Mix aus Russisch, Englisch und Deutsch hat mir der nette Einheimische dann erklärt, dass dieser Schnaps auch selbst gebrannt ist und rund 70% Alkohol hat. Er hat super lecker und fruchtig geschmeckt und dazu gab es Käsestückchen (auch der Käse kam aus der eigenen Hausproduktion).

Als wir dann nach der Weiterfahrt und Einbruch der Dunkelheit immer noch kein Quartier für die Nacht gefunden hatten, haben wir uns länger beratschlagt. Wir kamen mal wieder auf keinen gemeinsamen Nenner, also haben wir uns erneut getrennt. – War längst überfällig!

So bin ich mit “meinem” Wagen und Shorty und Saskia mit ihrem Wagen Richtung Gori gefahren. Erik, Maike und Dennis sind zurück und Richtung Nationalpark. Dank Internet wussten wir, dass das Team U-Turn, welches wir schon so oft auf unseren Etappen getroffen hatten und mit dem wir uns sehr gut verstanden, ebenfalls bereits in Gori im Hotel Victoria ist.
Am Ortseingang haben wir Einheimische nach dem Weg gefragt. Einer der beiden Männer meinte dann, er zeigt uns den Weg und stieg zu mir ins Auto ein. Das war mir zwar nicht so ganz geheuer, insbesonders weil wir durch immer dunklere Strassen fuhren… aber wir haben uns nett auf einem Sprachmix aus Deutsch, Russisch und Englisch unterhalten und kamen kurz darauf schon am Hotel an.

Wir haben schnell unsere Zimmer bezogen und auf ging es in das benachbarte Restaurant, wo wir das Rallye-Team U-Turn getroffen haben. Nach diversen Bieren und einer Flasche Vodka haben wir bis zum (frühen) Ladenschluss ausgehalten, aber 01.00 h war uns noch zu früh, so haben wir mit unserem türkischen Restbier noch Zimmerparty gemacht, bis die ersten gegen 03.00 h eingeschlafen sind.

Tages-KM 360 km


10.Mai, Donnerstag Gori – Tiflis
Eigentlich war unser Frühstück für 09.00 h bestellt. Allerdings haben wir es nach der vorherigen Nacht doch nicht vor 10.00 h geschafft.
Vor dem Hotel haben wir noch einen Amerikaner aus Boston getroffen, der in Genf lebt. Von Genf aus ist er alleine in ca. 5 Monaten mit einem Liegefahrrad bis Georgien gefahren! Wahnsinn! Mehr dazu auch auf YouTube und seinem Blog – hier:

Ron McGerity – Biker on the Road
http://bikerontheroad.com/

Gegen 12.00 h ging es dann zusammen mit dem U-Turn Team los in Richtung Tiflis.

Die Landschaft bis nach Tiflis war wunderschön. Unterwegs bekam ich von meinem Touristik-Kontakt eine SMS geschickt mit der Adresse für ein günstiges Hotel.
Nach einer ganzen Weile Suchen haben wir es dann mitten im alten Stadtkern von Tiflis gefunden. Der doch recht wilde und chaotische Verkehr hatte uns ganz schön aufgehalten.
Wir haben dann unsere Zimmer bezogen und nach kurzem Entspannen sind wir auf Citytour und zum Essen gegangen, nicht ohne auch ein paar Bierchen zu trinken. Die Jungs vom U-Turn Team haben eine lokale Spezialität bestellt, aber nur essen konnte es nur einer.
Das Gericht war überwiegend aus Innereien (Magen, Darm und Panzen) zubereitet. Ich hatte ein sehr leckeres Fischgericht. Der Abend wurde auch mal wieder etwas später und neben viel Bier haben wir 2 – 3 „Tika-Tscha“ (eine Art Trester) probiert. Eigentlich wollte am Abend auch der andere Teil unseres Rallye-Teams zu uns stossen, hat aber wohl nicht geklappt – war uns aber auch lieber so. Shorty hatte aber die Hoteladresse getextet, also sollten sie wohl auch unser Hotel finden.

Tages-KM 100 km


11. Mai, Freitag | Tiflis – Telawi
Gegen 10.00 h gemütlich gefrühstückt und dann Abfahrt, wieder zusammen mit dem U-Turn Team, in Richtung Weingut und Chateau La Mere, wo wir unsere nächsten Streckeninformationen erhalten sollten.
Die Fahrt zum Weingut war mal wieder so eine Herausforderung für sich. Von der Strecke her zwar nur rund 100 km, es ging aber dafür über eine Passstraße und zu allem Überfluss kam dann auch noch ein heftiges Gewitter mit Hagel dazu!

Das Chateau war schon etwas ganz Besonderes – leider aber als Übernachtungsquartier schon ausgebucht. So haben wir erst einmal unsere nächste Rallye-Aufgabe erfüllt und die restlichen Musikinstrumente sowie das Werkzeug in einer Berufsschule abgegeben.

Da unser eigentliches Rallye-Team separat gefahren ist und immer noch nicht am Weingut eingetroffen war, rief ich Dennis an. Maike und Erik hatten wohl eine Panne und sich noch in Tiflis die Ölwanne aufgerissen. Wir begaben uns dann mit dem U-Turn Team auf Hotelsuche, da das Wetter mal wieder Camping nicht zuließ. Das erste Resort, welches wir ansteuerten, lag traumhaft an einem See.

Schon die Auffahrt war bereits beeindruckend mit Schrankenwärter und Security. Nachdem wir uns im Geiste schon einen tollen, entspannten Tag in dem Resort ausgemalt hatten, wurde uns dann leider doch jegliche Illusion darauf geraubt, denn auch dieses Resort war ausgebucht. Die Rezeptionistin gab uns jedoch die Anschrift eines ähnlichen Resorts in der Nähe, wo wir dann auch Glück hatten. Die Resort-Auffahrt und dazugehörigen Sicherheitsvorkehrungen waren sogar noch etwas aufwendiger und beeindruckender! Als dann, nach einer langen Anfahrt, langsam das Resort am See zum Vorschein kam.

Es war eine tolles, sehr modernes Gebäude aus Holz und Steinen mit viel Glas. Aufgrund des Erscheinungsbildes waren wir schon darauf eingestellt, dass wir uns dies wohl nicht leisten können. Umso überraschter waren wir, als wir den Preis hörten. Knapp 50,00 € pro Person inkl. Frühstück und Abendessen! Das war dann keine Frage mehr. Wir haben sofort eingecheckt und den Rest des Nachmittags mit ein paar kühlen Bierchen auf der Dachterrasse verbracht.

Inzwischen hatte sich auch meine Bekannte aus Baku gemeldet und uns nochmals unsere Unterkunft bei ihr bestätigt. Auch für die 6 weiteren Personen vom U-Turn Team wurde noch Platz angeboten, was uns alle natürlich sehr gefreut hat.

Abends habe ich dann noch einen Rotwein mitgetrunken und bin dann schon um 22.00 h ins Bett. Durch die langen Nächte der letzten Tage war ich doch sehr kaputt.

Tages-KM 150 km


12. Mai, Samstag | Telawi – Baku/Aserbeidschan
(Letzte Rallye-Etappe mit U-Turn Team)

Der Tag startete mit einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Resorts. Zur Grenze waren es nur rund 70 km. Die Grenzformalitäten verliefen freundlich und recht unkompliziert. Dennoch hat es rund eine Stunde gedauert.
Die Straßen in Aserbeidschan waren zunächst in einem tadellosen Zustand, was sich aber schnell ändern sollte. Es ging schon bald nur noch über Buckelpisten und dann gesteigert mit Schlaglöchern bis zu reinen Schotterpisten, die ohne Vorankündigung anfingen oder aufhörten. Wir kamen trotz Allem doch gut voran und haben gegen 15.00 h ein landestypisches Rasthaus/Gasthof aufgesucht, an dem man vermutlich bei uns nicht anhalten würde.

Nach einigen ersten Verständigkeitsschwierigkeiten gelang es uns dann, uns verständlich zu machen und es wurde reichhaltig aufgetischt. Frisches Obst, Gemüse, Säfte, Wasser, Schaschlik und gegrillte Kartoffeln.

Danach setzten wir die Fahrt fort bis zu dem Zeitpunkt als wir erneut auf eine Buckelpiste kamen und ich einer heftigen Erhöhung (großer Stein auf der Piste) nicht mehr ausweichen konnte.
Der Schlag und Aufsetzer war gewaltig und im Anschluss ein ständiges Schleifgeräusch zu hören. – So ein Mist, ca. 200 km vor unserem Endziel Baku. Wir hielten an, um den Schaden zu begutachten und es kam das „Worst-Case“ Szenario. Die gute Nachricht zuerst… Die Ölwanne war noch heil geblieben – Der Aufprall hatte aber die Motoraufhängung abgerissen und der Motor saß ca. 10-15 cm unterhalb seines eigentlichen Platzes – Nun war guter Rat teuer!

Zum Glück waren wir ja in Begleitung unseres treuen U-Turn Rallye Teams, welches uns inzwischen komplett “adoptiert” hatte. Kurz beratschlagt wurde der Motorblock mit dem Wagenheber angehoben und oben im Motorraum mit Schnellspannern und quergelegten Metallrohren fixiert. Unglaublicherweise hat es funktioniert – der Motor lief wieder (fast) ganz normal.
Nach einigen weiteren Kilometern Schotterpiste mussten wir nochmals nachjustieren, nachdem wir ausgerechnet bei einem heftigen Wolkenbruch, inzwischen war es stockdunkel, wieder Probleme bekamen und die Gänge immer weniger wurden.

Markus fuhr den Wagen in einen Unterstand um die Ursache trocken zu checken. Als wir ausstiegen und vor das Auto treten wollten, konnten wir es kaum glauben… Wir waren nur ca. 5 cm vor einer großen Grube „zum Stehen“ gekommen!
Da auch der Rückwärtsgang nicht mehr funktionierte, mussten wir unseren Wagen rückwärts schieben. Zurück im strömenden Regen schleppten wir uns zur nächsten Tankstelle. Dort fixierten wir den Motor neu und die „Horrorfahrt“ nach Baku konnte weitergehen. Neben den schwierigen Straßenverhältnissen kam die doch äußerst extreme Fahrweise der Aserbeidschaner hinzu. – Noch immer waren es rund 170 km bis Baku. Allmählich kam immer mehr Industrie zum „Vorschein“, dann die ersten Häuser der Stadt.

Die nächtliche Einfahrt nach Baku war wahnsinnig beeindruckend. Viele moderne Gebäude mit fantastischer Beleuchtung. Allerdings nimmt man selbst nachts schon wahr, dass hier zum EuroVison Song Contest extrem viel hinter reinen Kulissen versteckt wurde. Die ganze Innenstadt wirkt wie eine einzige Filmkulisse.

Da wir mit unserem lädierten Wagen nicht wie geplant, am frühen Abend Baku ankamen, war es schon nach 01.00 h morgens und selbst für die Party meiner Freunde war es inzwischen zu spät.

Auf unserer 15-tägigen Rallye-Tour hatten wir ja bisher genügend Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Fahrweisen gemacht, aber die Autofahrer in Baku sind wirklich die Krönung. Auf den breiten Straßen und Alleen werden sich Rennen geliefert mit Geschwindigkeiten, die man sonst nur von Autobahnen kennt. Schon auf dem Weg nach Baku hatten wir einige halsbrecherische Überholmanöver von Lkws und Bussen beobachtet. So wird einfach aus einer 2-spurigen Landstraße eine 3- bis 4-spurige Rennstrecke gemacht.

Wir fragten uns durch bis zum Atatürk Denkmal, wo wir dann von meinen Freunden abgeholt wurden und im Konvoi ging es nun zu unserem Quartier, nicht ohne vorher nochmals etwas Bier einzukaufen. In unserem Quartier angekommen, es war inzwischen 02.00 h, haben wir den Tag nochmals Revue passieren lassen und unser verdientes Bier genossen!

Unser Endziel Baku hatten wir nun also erreicht und der letzte offizielle Rallyetag wurde so für uns auch zum erlebnisreichsten Tag dieser Rallye.
Gegen 04.00 h sind uns dann aber doch die Augen zugefallen.

Tages-KM 553 km


13. Mai, Sonntag | Letzte Rallyeaufgabe und Fahrzeugabgabe
Obwohl wir alle immer noch recht müde waren, erwachte unser 9-köpfiges Fahrerlager schon gegen 09.00 h. Es erwartete uns ein sonniger, heißer Tag. Nach dem ersten Kaffee begannen wir mit dem Aufräumen und KlarSchiff machen unserer Autos. Es gab zahlreiche Neugierige und wir haben viele, inzwischen überflüssige Dinge an die umherstehenden Einheimischen verteilt.
Wieder oben in der Wohnung angekommen, hat es dann auch nicht mehr lange gedauert, bis die Polizei vor der Tür stand. Personen-/und Ausweiskontrolle war angesagt! Der Polizist kam in die Wohnung und nahm handschriftlich unsere Personalien auf. einen dicken Schreibblock hatte ermitgebracht, jedoch keinen eigenen Stift. Nach rund 30-40 Min. war der Spuk vorbei und wir durften mit dem Polizisten sogar noch ein Gruppenfoto machen. Abgesehen davon hatten wir ohnehin unsere Videokamera unbemerkt in einer Ecke anstellen können.

Nun ging es an die Besprechung unseres Tageablaufs und gegen ca. 14.00 h machten wir uns auf den Weg Richtung „Brennendem Berg“. Dieser war ohne Wegbeschreibung nicht ganz leicht zu finden.
Wir entzündeten alle unsere mitgebrachten Zigarren am „Brennenden Berg“, machten ein paar Gruppenfotos und weiter ging es zur allerletzten Fahrt mit unseren Autos zur Fahrzeugabgabe. Unterwegs habe ich vom Team U-Turn noch einige letzte

Alles eine sehr spezielle Stimmung hier, es wurde von vielen Teams gecampt und bei BBQ und Bier gefeiert. Nach ein paar letzten Fotos machten Markus und ich uns auf zum Treffen mit unseren Freunden vom Baku Hash.

Gegen 22.00 h waren wir wieder alle vereint und haben in unserem Quartier noch bis Mitternacht gefeiert und und Saskia verabschiedet, die bereits am nächsten Morgen abgereist ist. Es folgte mal wieder eine kurze Nacht!

Tages-KM ca. 100 km


14. Mai, Montag | Baku – Amman / Aguba Jordanien
05.15 h war die Nacht zu Ende – Anziehen und Koffer packen“. Markus hatte wohl seinen Wecker nicht gehört, also weckte ich ihn und um 06.00 h ging es im landestypischen Fahrstil zum Flughafen.

Die Anfahrt direkt zum Terminal war gesperrt, also setzte uns der Taxifahrer am Parkplatz ab. Die gute Sicht auf den Flughafen und das Rollfeld verlockte mich zu einem Foto. Ich trat näher an den Zaun auf die Rasenfläche, als ein lauter Signalton ertönte. Ich konnte dies zunächst nicht zuordnen, aber schon kurz darauf kam die Security auf mich zu und ich musste meine Fotos wieder löschen. Dies hat sich dann später im Flughafengebäude noch 2 x wiederholt – ich konnte es eben nicht lassen!

Wir waren, wie viele Andere, pünktlich um 07.00 h vor dem Check-in. Als wir dann an der Reihe waren erfuhren wir, dass dies immer noch für den 1. Flug sei und nicht für unseren, den zweiten Flug. Also durften wir noch 2 Std. warten. Schade – hätte diese Zeit lieber länger geschlafen.
Die Zeit wollte ich dann sinnvoll nutzen und suchte eine Bank zum Zurücktauschen unserer „Schekel“. Ich hatte Glück, fand auch eine Bank die bereits offen hatte und der Wechselkurs war auch ganz o.k.! Als ich aber nun mein Restgeld in Euro tauschen wollte, entgegnete mir der Kassierer, er hätte nur einen Euroschein!
WOW – was für eine Bank mit lediglich 100,00 € Wechselgeld in der Kasse. Dann versuchte ich es in US Dollar zu tauschen, aber auch in Dollar waren nur ZWEI Banknoten vorhanden. Ein Erlebnis für sich, ich dachte da eher an „Versteckte Kamera“ als an eine Bank an einem Internationalen Hauptstadt-Flughafen.

Dann Frühstück im Airport Bistro.
Wir trafen ein paar Bekannte Gesichter und tauschten uns über die letzten Neuigkeiten aus. Im Fahrerlager müssen sich in der Nacht dramatische Szenen abgespielt haben. Das Fahrerlager wurde in der Nacht von Polizisten mit Transportern besucht und begonnen, die Fahrzeuge zu plündern. Da im Fahrerlager nur einige der Teams nächtigten, konnten diese auch nicht viel ausrichten. Dem OK-Team der Rallye war dies wohl auch gleichgültig oder sie konnten und wollten dagegen nicht vorgehen.

Erst als einzelne Teams selbst die Fahrzeuge demoliert haben kam die Ansage vom OK, dies könnte man nicht machen und auch die Polizei untersagte natürlich die weitere Sachbeschädigung der eigenen Fahrzeuge! Im Vorfeld hatte die Polizei wohl auch untersagt, das Gelände mit den Fahrzeugen wieder zu verlassen. So bleibt am Schluss leider doch auch ein bitterer Nachgeschmack, vom Charitygedanken der Rallye war nicht mehr viel übrig, und gewisse Herren machen sich mit dem Verkaufen und Verschieben von rund 330 Fahrzeugen die Taschen voll. Bleibt abzuwarten, ob es dazu vom OK noch eine Stellungnahme gibt.

Abflug in Baku per Charterflug Richtung Jordanien. Da freie Platzwahl im Flugzeug war, hatte ich Glück und ergatterte den letzten Platz in der Business-Class. Recht ruhiger Flug von ca. 2,5 Stunden, den ich fast komplett durchgeschlafen habe auf meinem bequemen Business-Class-Sitz.

Pünktliche Ankunft in Ammann und die Busse standen auch schon bereit. Auf ging es zu unserer doch recht langen Busfahrt. Unterwegs äußerten mehr und mehr Teams ihren Unmut und Kritik am OK-Team insbesondere gegenüber dem Hauptorganisator der Rallye. Bisher hatten wir nicht wirklich das Gefühl, dass das OK-Team auch diesen Namen verdient. Bei vielen Streckenetappen, Fahrerlagern und geplanten Veranstaltungen kam es zu Änderungen oder es sind Dinge sogar einfach ganz ausgefallen, bzw. das OK-Team konnte bei Fragen nicht weiterhelfen!

Fahrt zu unserem Hotel in Aqaba und keiner weiß nun Bescheid wie es weitergeht oder was passiert und wie der weitere Ablauf ist. Markus und ich haben dann erstmal unser Zimmer bezogen und dann ein erfrischendes Bad im Meer genommen. Nachdem von OK-Seite keine weitere Info kam, haben wir uns im Hotel schlau gemacht. An der Rezeption wussten dann alle Bescheid. Dann hatten wir noch einen schönen Abend im Hotel mit Bauchtanz und Buffet genossen.


15. Mai, Dienstag | Aqaba – Wadi Rum / Jebel Rum Camp
07.30 h geplante Abfahrt und natürlich wurde es viel später und über die verschiedenen Busse gab es auch keine Aufteilung. Fahrt nach Petra mit ca. 3 Std. Aufenhalt – viel zu kurz für diese beeindruckende Stadt. Wirklich kaum in Worte zu fassen, was das damals bereits für eine Kultur gewesen sein muss.

Am Nachmittag Abfahrt Richtung Wadi Rum in unser Zelt-Camp Jebel Rum, wo auch unsere Abschlussfeier und Siegesfeier stattfinden sollten.

Ankunft zum Sonnenuntergang, der in dieser Kulisse einfach super aussah. Dann langsames Einläuten zur Siegesfeier mit Musikshow, Disco und traditionellem Essen. Nach Medaillenübergabe hat sich das OK gegenseitig noch selbst beweihräuchert. Wir haben noch etwas mit dem Team von U-Turn gefeiert und uns dann verabschiedet. Für die Meisten ging es noch in der Nacht zum Flughafen und dann zurück Richtung Deutschland.


16. Mai, Mittwoch Jebel-Rum – Wadi-Rum – Amman
Gegen 09.00 h Abfahrt Richtung Amman, wo wir mit den verbleibenden Teilnehmern, die kein Hotel gebucht hatten (immerhin 2 – 3 Busse) von den Busfahrern direkt am Ortseingang an einer großen Einfahrtsstraße “ausgesetzt” wurden.
Vielen Dank in diesem Zusammenhang nochmals!

Nach der ersten Schrecksekunde und Verwunderung haben wir uns ein Taxi angehalten und sind dann direkt zu meinen Freunden gefahren. Nun erst mal runterkommen – entspannen und dann haben wir uns einen “ordentlichen” Haarschnitt verpassen lassen.
Am Abend ging esab nach Downtown – Rainbow Street, wo es auch unter der Woche hoch her geht! Es stießen dann noch weitere Leute aus Amman hinzu, einige Expats und Lokals, zu denen auch eine Frau aus der königlichen Familie Jordaniens gehörte!


17. – 19. Mai | Amman
Noch ein paar weitere entspannende Tage in Amman, verbunden mit Sightseeing und den letzten Souvenir-Einkäufen.
Dann ging es am 19. Mai früh morgens los… Richtung Flughafen und zurück nach Deutschland, nach einer wirklich ausgefallenen und doch recht langen Adventure Tour.

Weitere Fotos gibts auf Facebook:
Allgäu-Orient Rallye 2012 – Part 1

Allgäu-Orient Rallye 2012 – Part 2

Allgäu-Orient Rallye 2012 – Part 3

Allgäu-Orient Rallye 2012 – Part 4

Allgäu-Orient Rallye 2012 – Part 5

Video-Impressionen von der Allgäu-Orient Rallye hier auf meinem YouTube Kanal:


Wir danken unseren großzügigen Sponsoren und Unterstützern für ihre Mithilfe an diesem Charity Projekt:
Andrea B., Kronberg
Bembeltown | Design and more…, Frankfurt
Frankfurter Sparkasse, Filiale Rödelheim
Holger Neske, Frankfurt
Klosterfrau, Köln
Marien Apotheke, Königstein
Reifen Diehl, Frankfurt
SMS Frankfurt, Frankfurt

Zukünftige Rallye Projekte
Für 2016/2017 sind von Jürgen Schreiter selbst organisierte Charity Rallys nach Russland und Zentralasien geplant.
Kontakt für Projekt Sponsoring, Presse Infos und weitere Details:
SMS FRANKFURT
Burgfriedenstrasse 17
60489 Frankfurt am Main
Tel. +49-69-95 90 97 00
www.Incentives-Worldwide.com