Mit ‘Deutschlandhilfe’ getaggte Artikel

|

Not macht witzig…

Sonntag, 09. Mai 2010

Mit besten Empfehlungen an Gräser und Lenz.

In Griechenland sind kaum noch Lorbeerblätter aufzutreiben. Alle griechischen Männer wollen jetzt Lorbeerkränze flechten und sich aufsetzen, damit sie wie Aristoteles und Sokrates aussehen – die wir Deutschen doch immer so gern gehabt haben.

Der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann, der sein Privatvermögen für seine Ausgrabungen in Griechenland verwendet hat, wurde posthum zum griechischen Präsidenten vorgeschlagen. Die Ehrung ist in erster Linie als eine der von Griechenland vorgeschlagenen Sparmaßnahmen gedacht. Ein Toter als Präsident würde den Staat weniger kosten als ein lebender. Die EU ist nun wieder zerstritten, ob dieses Argument auch auf Griechenland zutrifft.

Eulen nach Athen zu tragen, fanden die Griechen immer lustig. Diese arrogante Haltung hat sich geändert seit dem Vorschlag der EU, Eulen mit 1000 Euro Scheinen im Schnabel diskret nach Athen zu schicken. Auf Diskretion legen die Griechen größten Wert, denn die Eule ist ihnen seit mythischen Zeiten heilig.

Dem Verband der Altphilologen ist es – keineswegs überraschend – gelungen, Alt-Griechisch als erste Fremdsprache auf den Höheren Schulen noch vor Englisch durchzusetzen. Dieser Schritt wurde von allen Parteien gebilligt, denn anders sei dem deutschen Volk die Milliardenhilfe für Griechenland nicht schmackhaft zu machen (der Unterschied zwischen Alt-Griechisch und Neu-Griechisch wurde heruntergespielt – sei doch das griechische Alphabet seit 3000 Jahren unverändert geblieben).

Von Brüssel wurde als Notmaßnahme – sollten die geschnürten Milliardenpakete nicht greifen – die Einführung der griechischen Drachme als europäische Währung vorgeschlagen. Schließlich habe sich die bisherige Finanzpolitik Griechenlands als stabiler und durchsetzungsfähiger als der schwächelnde Euro erwiesen.

John D. Wolfringer
(al. Rufus Bergen)

Tags:, , , , , , , , , , , ,
Abgelegt in News | 1 Kommentar »

|